Die Pfarrkirche Prinzendorf
Die
erste Kirche wurde schon im 15. Jahrhundert errichtet und war ein gotischer Bau.
Die Barockisierung erfolgte in den Jahren 1693 bis 1695.
Das Gotteshaus ist dem hl. Markus geweiht. An der Nordseite befindet sich ein dreigeschossiger Turm, der mit einem Spitzhelm abgeschlossen ist.
Rund um die Kirche sind 16 barocke Grabsteine aufgestellt. Ein weiterer befindet sich unter der Sterbeglocke bei der Aufbahrungshalle.
Der Hochaltar von 1737 stammt aus der aufgelassenen Dorotheakirche in Wien. Er wurde 1787 bei einer öffentlichen Versteigerung von dem Weinhändler Ferdinand Heß gekauft. Heß schenkte den Altar seinem Geburtsort Prinzendorf.
Das Altarbild zeigt den Evangelisten Markus mit aufgeschlagenem Buch und Gänsekiel. Zu seinen Füßen ruht ein Löwe. Leider ist der Künstler, der das Bild geschaffen hat, nicht bekannt. Links und rechts vom Altar sehen wir noch die Figuren des hl. Johannes d. Täufers und des Pestheiligen Sebastian.

In der Kirche befinden sich 2 Seitenaltäre. Der linke Altar stellt die vierzehn Nothelfer dar. Er stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In der Peredella ruht die hl. Rosalia. Der rechte Seitenaltar ist der Marienaltar mit einer Pieta, links und rechts stehen die Statuen der Apostel Petrus und Paulus. Weiters sehen wir in der Kirche noch die Heiligen Karl Boromäus, Rochus Franz Xaver, Florian, Antonius v. Padua und Johannes Nepomuk.
Ein besonderer Blickfang ist die barocke Kanzel aus dem 18. Jahrhundert. Sie weist schöne Reliefs, die biblische Szenen darstellen, auf. Auf dem Schalldeckel thront als allegorische Figur Fides (der Glaube).
An der Rückseite der Kirche befindet sich das Erdäpfeldenkmal mit der schlichten Inschrift: "Dem Pfarrherrn Jungblut, seine Pfarrkinder. 1834"
Neben dem Denkmal wurde eine Gedenktafel mit folgender Inschrift angebracht. " Ihm, den Pflanzer jener Knollen, die in großer Not sich so bewährt, will die Nachwelt Dank hier zollen, wenn sie seine Ruhestätte ehrt, heb ab, Wanderer, dankbar Deinen Hut, hier liegt Johann Eberhard Jungblut".